20 Aug

GPC19-2 Grundlsee

Green Panther Cup 2019 2. Regatta am Grundlsee Downwind Laser

Bericht von Laurent Kolly

GPC19-2 Grundlsee

Zweiter Event des Green Panther Cups, Hochsommer am Grundlsee, wie immer mussten wir mit allem rechnen, was das Wetter so hergibt. Wie immer war fast alles dabei, aber von Anfang an.

Nicht wie immer war das Feld der Optimisten, denn bis zum Nennungsschluss gab es nur eine offizielle Nennung auf Raceoffice.org und eine über die Homepage des Veranstalters bei den Optis, was den STYC Grundlsee zur Absage der Klasse Optimist veranlasste. Eine traurige Tatsache, denn erstens wären noch ein paar Spätberufene gerne gekommen und andererseits wurde die Idee des Green Panther Cups, als niederschwellige Einstiegsveranstaltung für die zukünftigen Segelcracks damit etwas ramponiert. Es bleibt zu hoffen, dass dieses ein Ausreißer in der langen Geschichte dieser Serie bleibt.

Grund zur Freude dagegen bot die Nennungsliste bei den Lasern. Gleich 15 Boote hatten großteils rechtzeitig gemeldet, darunter wieder 4 von unserem Aufnahmekandidaten SCST (Steweag), 2 arrivierte und zwei jugendliche Segler, alle im Standard unterwegs.

Wetterprognosen über die Großwetterlage sind für diese Veranstaltung meist nicht aussagekräftig, diese hätten uns einen gleichmäßigen West- oder Nordwestwind an beiden Tagen vorhergesagt. Gekommen ist es wieder einmal anders. Bei unserer Ankunft am Samstag freuten wir uns über frischen Ostwind, der aber schon kurz nach dem offiziellen Eventbeginn wieder einschlief. Gestartet wurde mit viel Vorfreude kurz nach 13:00 Uhr, doch schon nach der ersten Kreuz war klar, dass sich keine drei Runden ausgehen würden. Erster Abbruch also schon nach einer halben Stunde. Dann Gewitter und Starkregen, und eine gnädige Wettfahrtleitung, die die Segler nicht bei diesen Verhältnissen aus dem Clubhaus jagen wollte.

Schließlich verblieb noch genug Zeit an diesem Tag. Der Wind war nach dem Regen allerdings aufgebraucht und um 17:00 Uhr hatte das lange Warten ein Ende und wurde jeder weitere Start am Samstag abgesagt. Zum Segleressen war der Wind dann natürlich wieder da, eh klar.

Für Sonntag wurde schon eine frühe Thermik von den lokalen Wetterkennern in Aussicht gestellt, deshalb wurde 09:30 Uhr als erste Startmöglichkeit ausgegeben. Der erste segelbare Wind kam dann um 11:00 Uhr und naturgemäß aus der entgegengesetzten Richtung. Die Wettfahrtleitung sah sich veranlasst eine Bahnverkürzung durchzuführen, die erste Zielzeit war mit knapp unter 26 Minuten noch sehr gut im Rahmen, die letzte mit 1:08:30 dann eher nicht mehr. Doch auch das gehört zum Wesen des Green Panther Cups, jeder hat das Recht auf einen Zieleinlauf, wenn er/sie sich dazu entschließt.

Kaum jemand dachte an diesem Tag noch an eine gültige Wertung, die erst ab drei gefahrenen Wettfahrten zustande kommt. Die Pokale und Medaillen würden wohl ohne neue Besitzer wieder im Schrank verstaut werden.

Green Panther Cup 2019 Grundlsee Siegerehrung

Aber auch hier wurden wir eines Besseren belehrt. Nach weiteren 4 Stunden hatten wir das volle Programm von 5 Wettfahrten in trockenen Tüchern, bei starkem, mittlerem und auch teilweise schwachem und drehendem Ostwind. Der Westwind dagegen war nie segelbar und ließ uns dieses Wochenende komplett im Stich.

Spannend waren auch die errechneten Ergebnisse nach Yardstick, denn alle drei Segelgrößen (Standard 11, Radial 3 und 4.7 eines) waren vertreten. Man fuhr also mehr gegen die Zeit als gegen den unmittelbaren Nachbarn.

Eindrucksvoll gewonnen hat wieder einmal Raoul Otter vom YCO, mit drei ersten, einem zweiten und einem gestrichenen 4. Platz, dicht gefolgt vom Junior Jakob Znidaric (NCA) im Radial der in seiner ersten vollen Laser Saison schon ordentlich aufzeigen kann, und dem ebenfalls routinierte Niki Blaschke (STYC Grundlsee). Diesmal mit Blech bedacht, aber trotzdem dankenswerterweise mit einem Pokal ausgestatten wurde Ernst Traxler (NCA) auf dem vierten Platz.

Weitere Platzierungen von NCA-lern: 12. Nikolas, 13. Felicia und 15. Elisabeth Strobl. Kompakt auch das Abschneiden der Gäste vom Packer Stausee: 8. Jan Passath (als Junior im Standard!), 9. Wolfgang Sitzwohl, 10. Heiner Lienke und 11. Elina Böhm (ebenfalls als Juniorin im Standard)

Mit Spannung wird allgemein die mögliche erste Austragung eines Green Panther Cups am Packer Stausee nach vielen, vielen Jahren erwartet, was diese Serie natürlich weiter beleben könnte. Das Feld von 15 Lasern und die wunderschöne Kulisse am Grundlsee ließen uns diesmal mit sehr eindrucksvollen Bildern im Kopf wieder nach Hause fahren.